Chronik

Gründung der Volksschule Lembach:

Seit Mitte des 17. Jh. waren ununterbrochen “Schulmeister” in Lembach tätig, also schon lange vor der Einführung der (Schulordnung) allg. Schulpflicht durch Kaiserin Maria Theresia 1774.

Um ca. 1700 wurde das erste Volksschulgebäude, die spätere “Kinderbewahrungsanstalt” errichtet.

Sie war einklassig und eingeschossig (wahrscheinlich bis zum Marktbrand 1876).

Lembachs erstes Schulgebäude

Schule und Schulmeisterwohnung selbst waren vor der Erbauung der neuen Volksschule 1906 im diesem Schulhaus untergebracht. Es hatte nur ein Erdgeschoss und bestand aus zwei Zimmern. In einem Zimmer wohnte der Schulmeister mit seiner neunköpfigen Familie, einem Schulgehilfen und einer Dienstmagd. Das zweite diente als Klassenzimmer.

Der erste bekannte Schulmeister war Balthasar WOLLSCHLAGER von 1696 – 1708.

Das Einkommen des Schulmeisters bestand zunächst im sogenannten Schulgeld der Schulkinder, meist einem Gulden jährlich. Arme Schulkinder mussten unentgeltlich unterrichtet werden.

Vom Schuldienst allein hätte ein Lehrer damals nicht leben können, darum bekleidete er verschiedene Nebenstellen wie die des Messners, Organisten und des Marktschreibers. Als Messner oblag ihm besonders auch das Aufziehen der Turmuhr und das Läuten der Glocken zum Gottesdienst, zu den Ratsversammlungen und bei starken Gewittern.

1809 wurde die Schule, nachdem sie und der ganze Markt durch einen Brand verwüstet worden waren, wieder aufgebaut. Bald sah man ein, dass sie für die 196 Kinder viel zu klein war. Aber durch die Verarmung der Bevölkerung anlässlich der Brände von 1809 und 1876 sollten noch beinahe 100 Jahre vergehen, bis eine neue Schule errichtet wurde.

Wahrscheinlich wurde die Schule nach dem Brand 1876 aufgestockt oder erst 1906, nachdem die Volksschule in das neu errichtete Gebäude übersiedelt war und die alte Schule vom Kindergarten und von den Schwestern (Wohnung) bezogen worden war “Kinderbewahrungsanstalt”.

1906 (25. Nov.): Feierliche Einweihung des alten Volksschulgebäudes.

Die alte Volksschule

1941 wurde die neu gegründete Hauptschule (Direktor war OSR Franz LIFKA) im Erdgeschoss untergebracht, in der der damalige Oberlehrer Leopold ALTWIRTH seine Wohnung hatte.

Am 1. April 1944 traf ein großer Flüchtlingsstrom von Volksdeutschen aus der Bac`ka in Lembach ein. Dieser wurde in verschiedenen Haushalten und in der Schule untergebracht, daher musste die Schule geschlossen werden. Das Lehrpersonal übernahm die Lagerleitung und Betreuung dieser armen Menschen, die von Haus und Hof vertrieben worden waren.

Am 15. Jänner 1945 konnte der Schulbetrieb in den ebenerdigen Räumen wieder aufgenommen werden, musste jedoch am 28. Feb. 1945 wieder eingestellt werden.

Mit 11. März 1945 mussten überhaupt alle Schulen gesperrt werden.

Das Schulgebäude wurde neuerdings Auffanglager für ca. 100 Ungarn, deren Betreuung wieder das Lehrpersonal übernahm.

Am 1. Mai 1945 zogen die ersten amerikanischen Truppen in Lembach ein. Mit ihnen kamen auch Heimkehrer und Flüchtlinge, die in der Schule Aufnahme fanden.

Als am 31. Juli 1945 die Amerikaner abzogen und von anfangs ca. 300 Russen (später ca. 1 500 Russen) nabgelöst wurden, musste nun für diese die Schule frei gemacht werden, wobei die Schuleinrichtung vollständig demoliert wurde.

Nachdem nun das Schulgebäude besetzt war, musste man sich um “Notklassen” umsehen. Die 1. Klasse der Volksschule mit 120 Kindern wurde im Gebäude der “Kinderbewahrungsanstalt” untergebracht, die 2. Klasse in einem dunklen Getreidespeicher im Haus Nr. 23 (Hötzendorfer), in dem den ganzen Tag das Licht brennen musste. Erreichbar war die Klasse nur über eine schadhafte, für die Kinder gefährliche Holzstiege.

Erst am 10. April 1947 verließen die Russen den Markt.

Der normale Unterricht konnte aber erst am 24. Sept. 1946 begonnen werden, weil zuvor die Schuleinrichtung und die baulichen Schäden repariert werden mussten.

Vom Aug. 1944 bis Ende Sept. 1946 fand der Schulbetrieb der Hauptschule (damals zwei Klassen) in Atzesberg beim “Kelzenberger”, dem heutigen Beissmann, statt (eine halbe Stunde vom Ort entfernt), danach wieder in der alten VS im Parterre, ab 1950 im 1. Stock.

1950 wurde die Schule durch einen Anbau (für die Hauptschule) vergrößert.

Am 4. Juli 1970 wurde die neue Hauptschule eröffnet.

Sie übersiedelte daher in das neu errichtete HS-Gebäude.

Im Februar 1981 übersiedelte die Volksschule in das neu errichtete VS-Gebäude.

Von 1986 bis 1988 wurde die alte Volksschule renoviert.

Heute sind das Gemeindeamt, die Landesmusikschule, das Museum, die Bücherei, das Gemeindearchiv und die Energie AG darin untergebracht.

1983: Am 12. Juni 1983 wurde das des heutige VS-Gebäude eröffnet.

Die neue Volksschule

2003: Umbau der Alfons-Dorfner Halle

Infolge der vielen kulturellen Veranstaltungen wurde der Wunsch nach einer fix integrierten Theaterbühne immer lauter. Daher beschloss die Gemeinde Lembach diesen Anbau. Dadurch wird künftig auch der Turnbetrieb der Volks- und Hauptschule weniger gestört. Außerdem werden im Zuge dieser Arbeiten wichtige Installationsarbeiten (Be- und Entlüftung, Beleuchtung, …) und eine Vergrößerung des Foyers durchgeführt.

Die Kosten beliefen sich auf ca. 1,5 Mio. €.

Der Umbau bzw. Bühnenanbau der Alfons-Dorfner-Halle wurde im November 2004 abgeschlossen.

Somit konnte der Turnbetrieb nun wieder unbehindert stattfinden.

Die Marktgemeinde Lembach hat die in den Jahren 1981/82 mit dem Neubau der Volksschule errichtete Mehrzweckhalle in den Jahren 2003/04 zu einem Veranstaltungszentrum umgebaut.

Die nach dem Lembacher Olympiasieger Alfons Dorfner (Berlin 1936, Kajak-Zweier) benannte Sporthalle wurde als Vortragssaal der Landesmusikschule Lembach und für alle anderen kulturellen Veranstalter mit einem Bühnentrakt erweitert.

Mit einem Kostenaufwand von 1,8 Mio. Euro wurde dieser Bühnentrakt samt Einspielraum, Künstlergarderoben, Depotraum, Be- und Entlüftungsanlage für die Halle, Foyer-Erweiterung mit Buffet sowie Garderobe bzw. Lagerraum für Tische und Stühle errichtet. Neben der notwendigen heizungs- bzw. akustiktechnischen Sanierung der Sporthalle wurde auch der optimalen Beleuchtung und Beschallung von Bühne und Halle großes Augenmerk geschenkt.

Im Außenbereich waren die Neugestaltung des Zuganges bzw. eine notwendige Anlieferungszufahrt zur Bühne notwendige Investitionen.

Die seit Jahren durch den Schulbetrieb von VS, HS und LMS sowie durch die intensive Benützung durch die Lembacher Vereine bestens ausgelastete Alfons Dorfner Halle wurde mit dieser Investition zu einem Veranstaltungszentrum, welches der Region nun optimale Voraussetzungen für Sport- und Kulturveranstaltungen aller Art bietet.

Eröffnung der ADH

Am 6.3.2005 fand die feierliche Eröffnung der ADH statt.

Bgm. HD Herbert Kumpfmüller, Bezirkshauptfrau HR Dr. Wilbirg Mitterlehner, 2. LT-Präsidentin Gerda Weichsler, LT-Präsidentin Angela Orthner, Dir.Stvtr. des Landesmusikschulwerkes Manfred Unterhuber, Moderatorin Maria Lindorfer

Dir. Der LMS Lembach Wolfgang Panholzer, Johann Falkinger, Bernhard Baumüller, Reinhard Richtsfeld, Josef Höfler, Maria Lindorfer

Internetzugang in die Klassen

Herr Trautendorfer Erich und Timpner Michael beim Verlegen des Internet-Kabel zu den Klassen.

Herr Habringer Josef installierte am 22.11.2005 das Internet in der 3. Klasse.